Orthelligent PRO: datenbasiertes und individuelles Training für Therapie und Prävention

Im Gespräch mit dem Magazin «Training, Therapie & Digitalisierung TT-Digi» erläutert Andreas Engl, Head of Digital Health Solutions bei OPED Deutschland, die wichtigsten Vorteile des digitalen Assistenten Orthelligent PRO.

13.04.2023

In der Physiotherapie werden Bewegungsparameter erfasst, um den Heilungsverlauf zu prüfen und zu dokumentieren. Dabei kamen und kommen häufig Papier, Bleistift, Stoppuhr und Winkelmesser zum Einsatz. Die manuelle Messung ist jedoch fehleranfällig und der Therapiefortschritt schwer nachzuverfolgen.

Orthelligent PRO als digitaler Assistent

Digitale Systeme wie Orthelligent PRO kennen diese Schwächen nicht, sagt Andreas Engl. Die Kombination von Sensor und App übernimmt die Messungen, diese werden laut Engels «objektivierbar, visualisierbar und dokumentierbar».

Orthelligent PRO erhebt Daten der Reha-Patientin und greift zusätzlich auf in der App hinterlegte Standardwerte von über 7000 Patientinnen und Patienten zurück. Diese Daten können genau «nach Alter, Geschlecht, Tag post-OP und auf die Indikation heruntergebrochen werden», erläutert Andreas Engl. Auf dieser Basis wird ein datenbasierter und individualisierter Reha-Plan erstellt.

Der Patient sieht, wie Rehabilitation und Regeneration voranschreiten, man kann ihn «proaktiv mit einbinden und motivieren».

Zusammenarbeit zwischen Arzt- und Reha-Praxis

Auch in der Zusammenarbeit zwischen Arzt- und Reha-Praxis biete die App Vorteile: «Einerseits lässt sich der Behandlungsverlauf besser dokumentieren, andererseits kann der Therapiefortschritt faktenbasiert beurteilt werden.» Dies stelle den Beginn vollkommen neuer Therapiekonzepte dar, «von einer zeitbasierten zu einer funktionsbasierten Behandlung.»

Orthelligent PRO als Präventionsmassnahme

Orthelligent PRO wird nicht nur in der Rehabilitation genutzt, sondern auch in der Prävention. Die App kann potenzielle Verletzungsrisiken aufdecken und zeigt Abweichungen von Standardwerten auf. Diese Divergenzen haben für Fachpersonen eine grosse Aussagekraft, erklärt Andreas Engl: «Die wissenschaftliche Literatur belegt: Bei einer Dysbalance von mehr als 15 % gegenüber der gesunden Seite liegt ein erhöhtes Verletzungsrisiko vor.»

Hemmungen abbauen und in die Zukunft schauen

Die Skepsis gegenüber der Digitalisierung sei hoch, meint Andreas Engl. Er beschwichtigt: «Wir wollen die Therapeuten ja nicht ersetzen, sondern wir wollen deren Wissen, deren Know-how für jeden zugänglich machen.» Ziel von OPED sei es, eine erschwingliche, für alle anwendbare und überall einsetzbare Lösung anzubieten und die bestmögliche Nachbehandlung zu erlauben.

Zum Originalartikel aus der TT-Digi
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